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Intimes von mir

Blogparaden sind zur Zeit "en vogue" (um mal französisch zu beginnen ), daher habe ich ein "heisses" Thema bei Wu-Lan-Tong geklaut aufgegriffen, welche Tari's Blogparade "Wie intim darf es sein?" beantwortet hat. Bis zum 14. Mai sammelt Tari dazu Beiträge, doch ich habe mich spontan entschlossen, Intimitäten aus meinem Blog preiszugeben, die ihr schon immer wissen wolltet, aber euch nie getraut habt zu fragen...

Los gehts:

* Wie weit gehst du in deinem Blog? (in der Formulierung oder Auswahl der Themen. Auch mal was kritisches - (politisch, anderen Menschen gegenüber, dir selbst) oder eher zurückhaltend)

Ab und zu gehe ich mit meinen Beiträgen sehr weit - besonders wenn sie mir am Herzen liegen (Rubrick Fuck, Listen, HIV & AIDS) -, und reize damit u. U. die Schmerzgrenze meiner Leser (die so heterogen sind, wie mein Blog nicht "homo"gen wirkt). Selbstverständlich schreibe ich als offen schwul lebender Mann gern über sexuelle Themen (Gaylife), aber es kommt mir auf die Mischung an. Aktuelles aus Nachrichten, Triviales (Gossip) oder Schönes (Nature, Cooking) werden bunt gemischt. Dazu gebe ich manchmal Dinge von mir preis (about me), die aber nie unter die Gürtllinie gehen.

* Privat oder eher oberflächlich (nennst du z. B. Familienangehörige beim Namen oder eher nicht)

Ich betreibe keine Nabelschau, deswegen ist mein Blog zwar persönlich, doch zeige ich keine Nacktfotos von mir oder Bekannten, die ich allerdings bei ihrem Vornamen nenne (selbstverständlich nicht ohne sie vorher zu fragen, ob ich sie erwähnen oder abbilden darf).

* Wenn du auch über privates schreibst, wo ist deine Schmerzgrenze? Andersherum natürlich genauso.

Die Schmerzgrenze kann variieren, je nachdem wie ich mich fühle, doch würde ich nicht sexuelle Abenteuer oder Streitigkeiten im Familienkreis hier öffentlich breittreten, selbst wenn sich eine geneigte Leserschaft dazu findet. Hier verweise ich auf die täglichen Realityshows am Nachmittag, sowie auf andere Blogs, die ihre Liebschaften oder Bekanntschaften durch den Kakao ziehen.

* Themenblog oder Anhäufung aller möglichen Dinge

Bunt gemischt - wie oben bereits erwähnt - queerbeet eben

* Ist dir die Meinung deiner Leser wichtig? Klammerst du also z.B. Themen aus (wie Religion oder ähnliches), weil du Angst hast, anzuecken? Oder hast du über so was noch nie nachgedacht, die Meinung deiner Leser ist dir dennoch wichtig, wenn ja, warum?

Die Meinung meiner Leser ist mir sehr wichtig, nicht nur wenn es sich um positives Feedback handelt. Die Themen dürfen sollen kontrovers diskutiert werden, und zum Nachdenken anregen, ohne andere zu verletzen oder zu diskriminieren. Dennoch würde ich kein Thema ausklammern, weil ein paar meiner Leser/innen diese nicht gut finden würden. Schliesslich wird keiner gezwungen mein Blog zu lesen, doch ich finde die Bloggerei gerade deswegen spannend, da man unterschiedliche Sichtweisen kennenlernt, die man früher ausgeklammert hätte.

* Legst du Wert auf die Optik oder ist dir der ausschließlich der Inhalt wichtig (schreibe auch ruhig dazu, ob du überhaupt “in Grafik” kannst.)

Schön wäre es, wenn mein Blog den neuesten Designansprüchen genügen würde, für alle ohne Barrieren (Stichwort: Accessisbility) nutzbar wäre, doch dafür reichen meine Fähigkeiten nicht. Zudem stecke ich meine Energie lieber in die Beiträge, statt in ein hypes Design ohne Inhalt. Da die Verpflichtungen in der realen Welt einen Grossteil meiner Zeit einnehmen, betreibe ich das Blog nebenbei und dafür reicht mir mein "Äusseres" zur Kommunikation mit der virtuellen Welt.

* Welche Art von Blogs interessieren dich: was abonnierst du z. B. über deinen Feedreader? Welche Kriterien müssen gegeben sein, das jemand dein Interesse verliert?

Ich lese gern und regelmässig meine Bloglinks, dazu ein paar schwule Blogs und in paar wenige ausgesuchte Blogs mit gemischtem Inhalt; alle durch direkten Blogbesuch, da ich keinen Feedreader nutze. Dies ist zwar umständlich, doch meines Erachtens persönlicher. Wenn ich merke, dass sich lange nichts mehr auf dem Blog tut, verliere ich das Interesse und meine Besuche werden weniger, dennoch bin ich hartknäckig, und werfe jemand erst sehr spät aus meiner Liste .

Wer ebenfalls solche "Intimitäten" von sich offenbaren möchte, melde sich bei Tari.
16.4.08 18:15
 
Letzte Einträge: 12 Monate - 1 Stadt - Januar, Heidelbär, Fenchelcremesuppe, Bis ans Ende der Welt, Gestatten Blond


bisher 5 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Tari / Website (16.4.08 19:41)
Huhu Kalle,

vielen Dank für deinen Beitrag. Und - wenn ich das anmerken darf - dein Blog finde ich gut, weil du mit deinem "Schwul-sein" offen umgehst. Es gibt immer noch viel zu viele Vorurteile, und Homosexuelle werden viel zu oft in eine Schublade gesteckt, wo sie meiner Meinung nach nicht hingehören. *Daumen hoch*


kalle / Website (16.4.08 22:09)
Hallo Tari,

vielen Dank Yep, in der letzten Zeit nehmen die Vorurteile ehr wieder zu; die Uhr scheint sich rückwärts zu drehen, deswegen muss man weiterhin dagegen angehen, und die mithelfen, die Vorurteile abzubauen,

Liebe Grüsse Kalle


Trick_17 / Website (17.4.08 11:20)
Sehr interssante Antworten und auch sehr offen.

Ich selber werde dieses Stöckchen diesmal außen vor lassen, da die Antworten bei mir wohl sehr widersprüchlich wären. Manchmal werde ich auch persönlich und gehe offen damit um, aber merke auch, dass da die Resonanz sehr verhalten ist. Da man aber nicht genau weiß wieso, werde ich unsicher. Ist es zu offen, oder auch zu unangenehm? Oder sind doch mehr einfache oder oberflächliche Beiträge angenehmer? Und momentan ist bei mir nicht gerade die Zeit dafür. Ich bin eben mal so oder mal so.

LG Evi


Bea / Website (17.4.08 14:04)
Vielen Dank für Deine Offenheit! Darum les ich Deine Blogs auch so gerne!

Captcha: PROMI! haha


(18.4.08 14:44)
@ all: danke für das positive Feedback.

@ Evi: oberflächliche Beiträge sind den meisten angenehmer, da sie einfacher zu kommentieren sind. Bei kritischen Postings dagegen, weiss man nie, ob man nicht in ein Fettnäpfchen tritt, oder jemand verletzt. Bi oberflächlichen Beiträgen kann man einfach seinen Senf dazugeben, ohne sich Gedanken machen zu müssen, ob sich jemand darüber aufregt...

lg kalle

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