Ein schwieriger Tag, der in der Bevölkerung kaum Beachtung findet, und dessen
Historie den wenigsten bekannt sein dürfte. Man (der Staat) gedenkt der Soldaten, die im Krieg getötet wurden, wobei mir Zweifel aufkommen, ob diese Trauer bei allen echt ist? Oft werden die Menschen
garnicht informiert was das Militär über ihre Köpfe hinweg plant. Nachträglich werden die Opfer des Krieges dann zu Helden erklärt....
Hinzu kommt die Trostlosigkeit des Novemberwetters, welche diese Traurigkeit des Sonntags noch unterstützt.
Dabei hat diese Melancholie durchaus reizvolle Seiten, wie man auf den Bildern, die ich heute mittag bei einem Spaziergang gemacht habe, sehen kann...
Hungrige Gänse am Fluss, die jeden Spaziergänger laut schnatternd begrüssen, da sie in dieser Zeit weniger verwöhnt werden, als in den Sommermonaten.
Das Schloss hüllt sich in einen Nebelschleier und ruht still über der Stadt. Die Touristenströme werden nun weniger, obwohl Heidelberg auch im November romantische Eindrücke bieten kann.
Die Spitze des Heiligenbergs verschwindet in den Wolken, und auf der Neckarwiese kann sich der Rasen vom sommerlichen Ansturm erholen.
So gesehen, kann man diesem Tag etwas Schönes abgewinnen...
