Der Gütige meldet sich persönlich zu
Wort, und erklärt seinen Mitbrüdern den "leisen Gestus der Barmherzigkeit", der leider von dem Lärm um die Äusserungen von Williamson überlagert wurde. Wie kann man auch laut die Wahrheit herausschreien.... Dabei sollte er froh sein, wenn er dadurch noch tauber wird, um "[...] wie rechte Erzieher manches Ungute auch überhören können und ruhig aus der Enge herauszuführen uns mühen?"
Das mitteralterliche Gebahren der Bruderschaft bezeichnet er als "Wurzeln", die man nicht abschneiden dürfe; die vielen Pannen seien aus Unkenntnis entstanden, deswegen möchte er das Internet intensiver verfolgen lassen: "Ich lerne daraus, dass wir beim Heiligen Stuhl auf diese Nachrichtenquelle in Zukunft aufmerksamer achten müssen."
Besser nicht, sonst liest er noch mehr dieser "Feindseligkeiten" gegen ihn und seine Autorität als Papst. "Manchmal hat man den Eindruck, dass unsere Gesellschaft mindestens eine Gruppe braucht, der gegenüber es keine Toleranz zu geben braucht, auf die man ruhig mit Hass losgehen darf." Die armen Bischöfe, Katholiken und....wen wer wohl meint?
Bestimmt nicht sämtliche Lesben und Schwule, denen gegenüber er sich "immer sehr tolerant" verhält. Zählt er sie doch zu den
Übeln der Gesellschaft. "Das eigentliche Problem unserer Geschichtsstunde ist es, dass Gott aus dem Horizont der Menschen verschwindet und dass mit dem Erlöschen des von Gott kommenden Lichts Orientierungslosigkeit in die Menschheit hereinbricht, deren zerstörerische Wirkungen wir immer mehr zu sehen bekommen. "
Für mich war dies heute keine Entschuldigung, Erklärung oder gar Eingeständnis von pannen, sondern nur die Fortsetzung seines konservativen Kurses.