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Coole Aktion
Vorhin ging ich über den Bismarckplatz. Dabei fiel mir ein Rollstuhl auf, der gegenüber neben der Ampel stand. Wurde er geklaut und dort einfach abgestellt, oder warum steht ein Rollstuhl mutterseelenallein im Nieselregen auf der Strasse?  Das Rätsel löste sich bei genaueren Hinsehen auf: den Rollstuhl hatte jemand am benachbarten Fahrradständer befestigt, um auf die Situation am Bismarckplatz aufmerksam zu machen, denn Heidelbergs wichtigster Verkehrsknotenpunkt des ÖPNV wird nicht barrierefrei umgebaut. Ein Gesamtkonzept für den Umbau wird seitens der Stadt angestrebt, für das es allerdings noch keine Pläne gibt. Deswegen bleibt die derzeitige Problematik auf Jahre bestehen. Auf dem Rollstuhl war eine fiktive Titelzeile in roten Lettern abgebildet: Heidelberg lässt Rollifahrer stehn.
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Letzte Einträge: 12 Monate - 1 Stadt - Januar, Heidelbär, Fenchelcremesuppe, Bis ans Ende der Welt, Gestatten Blond
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bisher 3 Kommentar(e)
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Trixie
/ Website
(23.11.09 12:55)
Da es Rollstuhlfahrer gibt, fände ich es normal, das da gar nicht mehr überlegt wird, ob man barrierefrei baut. Das muss ganz normal sein, überall. Dann gibt es halt nirgends mehr Treppen, sondern nur noch Rampen. Laufende können ja auch Rampen gehen, also was solls. Kann man nicht auch in ganz normalen Wohnhäusern alles Rampen machen?
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Elke
/ Website
(23.11.09 13:25)
Das erinnert mich an den Bahnhofsvorplatz in Höchst bzw. an den ganzen Bahnhof in unserem Stadtteil. Vor kurzem erst haben sich zwei Menschen verletzt, weil sie gestolpert sind. Der Bahnhof von Frankfurt-Höchst ist ein wirklich viel benutzter Bahnhof im Umkreis und total ungepflegt. Von Barrierefreiheit wollen wir garnicht erst reden. Und nichts passiert, weil das Gelänge der Bahn gehört, die angeblich kein Geld hat und die Stadt sich deshalb aus dem Schneider sieht, weil's ja nicht ihr Ding ist. Armes Frankfurt am Main!
Lieben Gruß
Elke
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kalle
(25.11.09 13:11)
@ Trixie: leider ist das ein Fehler, denn viele machen. Vorallem denken sie nicht an später, wenn se als "alte Menschen" eventuell mit einem Rollator sich fortbewegen müssen. Oder junge Mütter mit Kinderwagen stehen oft vor dem selben Problem. Daran denken die Architekten oft garnicht...
@ Elke: die Sache mit dem Geld ist ein weiteres Übel dafür, dass viele Gebäude nicht barrierefrei sind. Entweder sei ein Umbau zu teuer, oder es stehen keine Mittel zur Verfügung, da man "wichtigere" Dinge planen und bauen muss...
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