Letzte Woche diskutierten die Justizminister der Länder das
Adoptionsrecht für Eingetragene Lebenspartnerschaften, doch die
Bundestagsfraktion der CDU/CSU ließ dies völlig kalt.
Für uns kommt zwar eine Adoption trotz Verpartnerung nicht in Frage; allerdings befürworte ich dieses Recht für gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften.
Bundesministerin Schröder und die Union lehnen das volle Adoptionsrecht für LebenspartnerInnen ab, da ihnen bei solchen Paaren die "Verschiedengeschlechtlichkeit" fehle. Ich frage mich dagegen, wo diese bei Alleinerziehenden gewährleistet ist?

Die fortwährende Diskriminierung von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften gehört abgeschafft, denn sie treibt seltsame Blüten: im Ländle ist eine Lebenspartnerschaft
wesentlichl teurer wie eine Hochzeit unter heterosexuellen Paaren. Von der Lokalität dieses "unvergesslichen Tages" ganz zu schweigen....
Lediglich in fünf Städten, darunter
Heidelberg, können sich LebenspartnerInnen im Rathaus verpartnern - ansonsten müssen sie ins Landratsamt, oder in Stadtkreisen zur Gemeindeverwaltung, z. B. in die KFZ-Zulassungsstelle.

Wir haben auf eine Verpartnernung im Trauzimmer des Rathauses - aus Platz- und Termingründen - verzichtet, und unsere Lebenspartnerschaft im
Spiegelsaal des Palais Prinz Carl "begründet". Eigentlich wollten wir die vollständige Gleichstellung mit der Ehe abwarten; doch bevor wir beide das Zeitliche segnen, haben wir uns im Dezember 2009 entschlossen, die Chance zu nutzen, den "schönsten Tag im Leben" noch gemeinsam zu erleben.
Und es hat sich gelohnt! In Heidelberg werden keine zusätzlichen Gebühren erhoben. Das Traugeschenk - ein Kochbuch mit 1200 Rezepten - enthält ein Grusswort des OB für LebenspartnerInnen. Vorbildlich!
Dennoch gibt es viel zu tun...
Neben der Adoption, ist die
Ungleichbehandlung im Steuerrecht eine "offene Baustelle", und wird weiterhin von der
Bundesregierung abgelehnt. Dies ist nicht nachvollziehbar und zu akzeptieren!